Standort am Martin-Luther-Krankenhaus

Unsere Praxis am Martin-Luther-Krankenhaus in der Caspar-Theyß-Str. 33, 14193 Berlin-Grunewald ist mit modernsten Bestrahlungsgeräten für konformale Perkutanbestrahlung, bildgeführte Bestrahlung (IGRT), IMRT-Spezialtechniken sowie für Brachytherapie ausgestattet. Zur Ausstattung des Hauses gehören

Zur Behandlung verschiedenster Krebserkrankungen werden im Rahmen einer Strahlentherapie ionisierende Strahlen eingesetzt. Mit hochenergetischen Photonen- oder Elektronenstrahlen in einem sog. Linearbeschleuniger erzeugt, wird Energie im Tumorgebiet abgegeben, sodass bösartige Zellen zerstört werden.

Unsere Praxis besitzt an ihrem Standort am MLK zwei Linearbeschleuniger ARTISTE der Firma Siemens.

Mit ihnen ist die Erzeugung von 6 MV und 15 MV Photonenstrahlung sowie die von Elektronenstrahlung mit Energien von 5 MeV, 7 MeV, 9 MeV, 12 MeV und 15 MeV möglich.

 

Eine  hochkonformale Bestrahlung wird durch einen 120er Multi-Leaf-Kollimator realisiert, wodurch umliegendes gesundes Gewebe geschont und Nebenwirkungen reduziert werden. Für eine bildgesteuerte Bestrahlung ist am ARTISTE ein digitales Bilddetektorsystem integriert, mit dem die präzise Lagerung des Patienten vor und während der Behandlung kontrolliert und ggf. korrigiert wird (IGRT). Außerdem kommen hochmoderne Bestrahlungstechniken, wie z.B. die Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) zum Einsatz.

In Kooperation mit dem Martin-Luther-Krankenhaus betreuen wir als fachkundige Strahlentherapeuten und Medizinphysikexperten die Nahbestrahlung von Tumorerkrankungen mittels radioaktiver Strahlenquelle (Brachytherapie). Dazu wurde uns ein Afterloader microSelectron der Firma Elekta mit einer radioaktiven Iridium-192-Quelle bereitgestellt.

 

Für die Bestrahlung wird die radioaktive Quelle über einen Applikator in den Körper eingeführt und die Tumorregion von innen heraus bestrahlt. Um eine präzise und nebenwirkungsarme Bestrahlung zu erzielen, wird die betroffene Körperregion entweder in einer Voruntersuchung ausgemessen oder im Computertomographen gescannt und die Dosisverteilung mit Hilfe des Bestrahlungsplanungssystems berechnet.

Als Grundlage der individuellen Bestrahlungsplanung dient die Aufnahme einer Schnittbild-Serie mit einem Computertomographen (CT). Anhand dieser CT-Studie wird am Bestrahlungsplanungssystem die Dosisverteilung in der erkrankten Körperregion berechnet.

Für diesen Zweck besitzen wir einen Computertomographen SOMATOM Emotion der Firma Siemens. Alle unsere Patienten bekommen im Vorfeld ihrer Strahlenbehandlung ein Planungs-CT am Standort Martin-Luther-Krankenhaus.

Mit Hilfe sog. Bestrahlungsplanungssysteme ist es durch Zusammenarbeit von Medizinphysikern und Ärzten möglich, einen individuell auf den Patienten zugeschnittenen Bestrahlungsplan zu erstellen.

 

Grundlage hierfür sind CT-Schnittbilder, die zuvor im Planungs-CT angefertigt wurden. Die Bilder werden dann mit einer speziellen Planungssoftware bearbeitet. In die CT-Schnittbilder zeichnet der Strahlentherapeut das erkrankte Organvolumen ein. Zusammen mit Medizinphysikern wird dann das Bestrahlungskonzept in der Software umgesetzt.

 

Die Aufgabe des Medizinphysikers ist die Optimierung der individuellen Bestrahlungspläne, sodass die erkrankte Region optimal erfasst wird und es die gesamte verordnete Strahlendosis erhält. Gleichzeitig wird das umliegende Gewebe geschont, sodass möglichst wenige Nebenwirkungen auftreten.